Reiseplaner
Bevölkerung:
Geschätzte Gesamtbevölkerung ca. 50 Millionen (Stand 2010)
Sprachen:
Im Land gibt es 11 offizielle Sprachen, unter anderen Englisch, Afrikaans, Zulu und Xhosa. Englischsprachige Touristen haben keinerlei Verständigungsschwierigkeiten, was auch für Belgisch- und Holländischsprachige Besucher gilt. Deutsche verstehen oft das örtliche Afrikaans recht gut. Die meisten grossen Hotels und Einkaufszentren haben einen Dolmetscherservice für Deutsch, Französisch und manchmal Japanisch, oftmals sogar mehrsprachige Dolmetscher.
Beste Reisezeit:
Südafrika spricht von sich selbst als „Welt in einem Land“ und ist ein ausgedehntes Land mit unterschiedlichen Klima- und Temperaturzonen. Regenfälle sind saisonbedingt und generell regnet es vornehmlich in den Sommermonaten (November bis März), mit Ausnahme der Kap-Region, wo Regen meist in den Wintermonaten fällt. Die vorherrschend sonnigen Wintertage bescheren angenehme Tagestemperaturen und der regenreichere (und somit erfrischende) Sommer steht zwischen dem sehr angenehmen Frühling und Herbst, sodass man getrost sagen kann, dass in Südafrika ganzjährig Reisezeit ist!
Beliebteste Reiseziele:
In einem derart grossen Land wie Südafrika hat jede Region naturgemäss etliche Anziehungspunkte für Besucher. Einige der landesweit beliebtesten sind:
Krüger-Nationalpark und die angrenzenden Privat-Reservate: Einer der weltgrössten Nationalparks, etwa 350 km in Nord-Südausdehnung und 60 km in ost-westlicher Breite. Die spektakulärste Fauna und Flora Afrikas kann hier in naturbelassener Umwelt aus nächster Nähe erlebt werden. Krüger Park ist von Johannesburg aus etwa 5 Autostunden entfernt,kann aber auch per Flugzeug in weniger als einer Stunde erreicht werden.
Kap-Halbinsel: Von Kapstadt selbst und den inland gelegenen Weingütern nach Süden bis zur Südspitze des afrikanischen Kontinents. Einmaliger Ausblick vom Gipfel des Tafelbergs, Shopping und kulinarische Highlights an der „Viktoria & Alfred Waterfront“ im ehemaligen Hafen, ein Tagesausflug auf die ehemalige Gefängnisinsel Robben Island für den geschichtsinteressierten Besucher, traumhafte Strände, das in schönen Gärten gelegene ehemalige Parlament, die vielen Museen und Kunstgalerien und das vor kurzem eröffnete Meerwasseraquarium „Two Oceans“ – all‘ das und vieles mehr steht dem Besucher zu Unterhaltung und Unterrichtung zur Verfügung.
Sun City: Mitten im Bushveldt liegt dieser Weltklasse-Unterhaltungs- und Hotelpark; Wassersport in mannigfacher Form, Schwimmen in Wellen- und gewöhnlichen Bädern, Golf, Spielcasinos sowie Fotosafaris im benachbarten Pilanesberg-Nationalpark mit 55.000 Hektar sowie eine schier unendliche Liste von weiteren Freizeitaktivitäten – all das ist Sun City. Der Hotelkomplex „The Palace of the Lost City“ ist die Rekreation einer alten Legende über eine verschwundene Zivilisation und deren Untergang, von einmaliger (Kitsch-) Dekoration und eines der „Leading Hotels of the World“. Das Hotel ist umgeben von 25 Hektar künstlich angelegtem Dschungel mit verschlungenen Pfaden, Bädern und Wasserspielen. Sun City ist 2 Autostunden von Johannesburg entfernt.
Klima: Das lokale Klima ist generell gemässigt und durchweg angenehm. Je nach Region bestehen die jahreszeitlichen Unterschiede in ausgeprägten Temperaturschwankungen im Hochland oder ebensolchen Luftfeuchtigkeitswerten an den Küsten.
Sommer ist generell zwischen Oktober und März und Temperaturen erreichen Nachtwerte von etwa 15 sowie Tageshöchstwerte von um die 30-35 Grad Celsius. An der tropischen Küste von KwaZulu-Natal ist der Sommer sehr feucht, im zentralen Hochland oder Highveld jedoch trocken und die Hitze dadurch gut ertragbar, obwohl die Regenzeit in den Sommer fällt. Winters fallen die Nachtwerte im Inland gelegentlich unter 0 Grad, tagsüber jedoch ist es meist angenehm mit Höchstwerten um 20 Grad.
Eine Ausnahme zu alldem ist die Kapregion mit ihrem mediterranen Klima, was feucht-kalte Winter und mässig warme und weniger feuchte Sommer bedeutet. Hier regnet es, im Gegensatz zum Rest des Landes, in den Wintermonaten. Im Jahresdurchschnitt kannSüdafrika mehr als 300 Sonnentage pro Jahr verzeichnen!
Empfohlene Kleidung: Lässige und komfortable Kleidung ist generell am besten geeignet. Vor allem während der Wintermonate muss am frühen Morgen und späten Abend mit einer Fleecejacke oder Pullover gerechnet werden, im Hochwinter des Highvelds (Juni bis August) auch mit echter Winterjacke! Die allermeisten Hotels und Restaurants haben keine besondere Kleiderordnung, nur ganz vereinzelt verlangen besonders hochpreisige und exklusive Säle formelle oder Festbekleidung. Safarikleidung sowie bequemes Schuhwerk und vor allem ein breitkrempiger Hut oder Kappe sind am besten geeignet für Trekkingtouren und Safaris.
Sonnenschutz: Die afrikanische Sonne brennt sehr heiss und mit hoher UV-Strahlung! Sonnenschutzmittel mit Faktor 25 und mehr sind anzuraten.
Zeitunterschied: Gegenüber Mitteleuropa besteht während des europäischen Winters eine Differenz von plus einer Stunde (MEZ+1) und bei geltender europäischer Sommerzeit (MESZ) Zeitgleichheit.
Stromversorgung: Landesweit ist die Stromspannung 220V mit 50Hz Zyklen und landeseigenen Steckdosen, die für alle europäischen Elektrogeräte dann einen Adapter nötig machen, wenn das Hotel, Lodge etc. diesen nicht ohnehin vorsieht. Handys und Foto/Videoapparate können normalerweise aus der Rasierersteckdose des Hotelbadezimmers geladen werden.
Wasserversorgung: Leitungswasser in Hotels, Lodges, Restaurants und anderen öffentlichen Orten ist entweder behandelt oder kommt direkt aus unterirdischen Quellen und somit uneingeschränkt trinkbar.
Impfschutz: Für die Einreise nach Südafrika sind KEINE Impfungen vorgeschrieben. Nur bei einer Einreise aus Drittländern mit endemischem Gelbfiebervorkommen wird eine entsprechende Impfung verlangt. Im Zweifel fragen Sie bei einem Tropeninstitut oder Ihrem Hausarzt nach.
Malaria, in ihrer „Tropica“-Form und verursacht durch das Bakterium P. Falciparum, kommt in den östlichen Landesteilen jahreszeitlich bedingt mehr oder weniger häufig vor und ist vor allem an der nördlichen Küste KwaZulu-Natals unbedingt in Betracht zu ziehen. Örtlich sind in den Apotheken entsprechende Vorsorgemittel erhältlich, meist erheblich günstiger als in Europa.
Medizinische Versorgung: Erstklassige ärztliche Versorgung ist zumindest in den Ballungsgebieten gewährleistet, weniger in den abgelegenen Landesteilen. Alle grösseren Hotels und Lodges haben Zugriff auf Allgemeinmediziner und Zahnärzte. In den Telefonbüchern und „Gelben Seiten“ (Yellow Pages, auch online) sind Krankenhäuser und Kliniken unter „H“ aufgeführt und Ärzte unter „M“.
UNBEDINGT ausreichenden Versicherungsschutz für den gesamten Reisezeitraum sicherstellen, da das Versorgungssystem in privater Hand und entsprechend teuer ist!
Behindertengerechte Einrichtungen: Alle Flughäfen, grossen Hotels, Krüger Park Camps und neuere Einkaufszentren verfügen über diese Einrichtungen. Der Gesamtkomplex Sun City ist ebenfalls behindertengerecht konzipiert. Generell jedoch ist Südafrika und vor allem die Nachbarländer nicht auf Behinderte ausgerichtet.
Öffentliche Verkehrsmittel: Landesweit ist die Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel nicht gegeben, im Unterschied zu den Verhältnissen in Europa oder den USA. Die grossen Städte jedoch sind durch Zug- und auch Buslinien verbunden, wobei die Überlandbusse durchaus europäischen Standards entsprechen und auch etliche Züge komfortabel und sicher, manche sogar ausgesprochen luxuriös sind. Taxis werden örtlich „Cabs“ genannt, ein „Taxi“ ist lokal ein Minibus, der irreguläre Routen und Zeiten fährt und von der einheimischen, fast ausschliesslich schwarzen Bevölkerung zur Fortbewegung benutzt wird, meist in haarsträubendem Zustand und in jedem Fall keinem Mindeststandard entsprechend. „Cabs“ können vor jedem grösseren Hotel oder Restaurant genommen oder von diesen telefonisch bestellt werden.
Das Flugstreckennetz ist landesweit sehr gut ausgebaut und mehrere lokale Airlines bedienen alle wichtigen Flughäfen, auch der Anrainerstaaten. International wird Südafrika von über 60 Airlines angeflogen.
Mietwagen stehen in allen Metropolen und grösseren Ortschaften zur Verfügung. Zur Anmietung genügt meist der europäische Führerschein, ein Internationaler Führerschein ist generell nicht erforderlich, jedoch von Vorteil. Unerlässlich sind zumindest eine Kreditkarte und Reisepass, Mindest- Anmietalter ist manchmal 21 oder sogar 25 Jahre, abhängig vom Fahrzeug und Vermieter. Buchungen über Internet, an Flughäfen oder über den örtlichen Reiseveranstalter.
Polizei: Jede Ansiedlung hat mindestens eine Polizeiwache. Notruf über Handy landesweit 112, über Festnetz unterschiedliche Rufnummern. Im Telefonbuch findet man die jeweils gültigen Nummern auf der letzten Seite unter „Government Departments“ und South African Police Service.
Währung: Währungseinheit ist der RAND, gleichbedeutend zu 100 Cents. Internationale Abkürzung ist ZAR. Noten werden in 10,20,50,100 und 200 Randbeträgen gedruckt. Vorsicht ist bei R 200.- Banknoten angebracht, diese dürfen nur von Banken und Geldautomaten angenommen werden, da häufig gefälscht! Generell sollte man Geldautomaten, lokal ATM genannt, zum Geldwechsel benutzen, da die Wechselkurse meist besser und die Bankgebühren gering sind. Alle grossen Banken bieten ebenfalls Geldwechselservice an, ebenso Wechselstuben wie American Express und Rennies. Alle grossen Kreditkarten werden landesweit akzeptiert (Mastercard und Visa), Euroschecks und –karten nur zum Geldwechsel und für Automaten. Alle Hotels und die meisten sonstigen Dienstleister akzeptieren zusätzlich AMEX, Diners und JCB-Karten.Traveller’s Cheques werden weithin angenommen.
Geschäftszeiten: Banken sind generell Mo-Fr von 09.00 bis 15.30 Uhr geöffnet, Sa von 09.00 bis 13.00 Uhr. Geschäfte sind unter der Woche meist von 09.00 bis 17.00 Uhr durchgehend geöffnet, Sa bis 15.00 Uhr; in grösseren Einkaufszentren Mo-Fr auch teilweise bis 19.00 Uhr oder später sowie Sa und So bis 14.00 oder 15.00 Uhr. Einige Supermärkte schliessen erst um 20.00 Uhr und sind täglich geöffnet.
Postdienst: Öffnungszeiten Mo-Fr 08.30 – 16.30 Uhr und Samstags 08.00 – 12.00 Uhr.
Telefonnetze: Festnetz und Internetzugang landesweit, Mobilfunknetze fast flächendeckend. In Städten drahtloser Datenzugang über 3G- oder 3,5G Modems meist problemlos. Das Anmieten von Handys ist möglich, der Erwerb von Pre-Paid – Karten jedoch schwierig, da neue Nummern erst registriert werden müssen, wofür meist 48 Stunden verstreichen und weil man ausser eines Reisepasses auch eine lokale Adresse nachweisen muss.
Mehrwertsteuer: Eine Steuer von derzeit 14% wird auf alle lokalen Dienstleistungen sowie Waren erhoben. Die Mehrwertsteuer kann bei Warenkäufen von über Rand 250.- erstattet werden, wenn die Ware ausgeführt wird. Hierzu muss man beim Kauf eine entsprechende Rechnung erhalten (VAT-Invoice) und diese zusammen mit den Waren bei der Ausreise an TAX-REFUND – Schaltern am Flughafen vorzeigen.
Zollfreie Einfuhr: Die folgenden Waren und Mengen dürfen zollfrei eingeführt werden: 400 Zigaretten oder 250 g Tabak oder 50 Zigarren, 2 Liter Wein oder 1 Liter höherprozentiger Alkohol, 50 ml Parfum oder 250 ml Eau de Toilette, Geschenke bis zum Wert von Rand 500.-
Einreisevisum: Staatsangehörige der Europäischen Union benötigen für die Einreise ausschliesslich einen gültigen Reisepass, dessen Verfallsdatum jedoch mindestens 90 Tage nach dem geplanten Rückreisetermin sein muss. Nachbarländer Südafrikas können abweichende Regelungen erlassen, die im entsprechenden Fall nachgefragt werden müssen! Sollten Sie aus einem Land MIT Visumpflicht einreisen und im Laufe des geplanten Aufenthalts auch Anrainerstaaten besuchen, so muss das Visum für mehrfache Einreise Geltung haben.
Strassennetz und Autofahren: Selbst mit dem Auto das Land zu erkunden ist möglicherweise die beste Art und Weise um es wortwörtlich zu „erfahren“. Das öffentliche Strassennetz ist gut ausgebaut und die ausführliche Beschilderung ist in Englisch und Afrikaans.
Es herrscht Linksverkehr, sodass Vorsicht geboten ist, auch weil der übrige Verkehr teilweise recht unberechenbar ist.







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