Südliches Afrika
Jahrhundert und das Königreich Mapungubwe, am Zusammenfluss von Limpopo und Shashe und damit auf das heutige Dreiländereck Botswana, Südafrika und Zimbabwe. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts verblich diese Zivilisation und wurde vom aufstrebenden „Great Zimbabwe“ ersetzt, welches intensiven Handel betrieb mit den Swahilis von Kilwa und Sofala, im heutigen Tanzania bzw. Mozambique. Sogar aus dem fernen China erreichten dadurch Handelswaren das südliche Afrika, im Austausch für Elfenbein, Gold und Eisenerz. Great Zimbabwe fiel gegen Ende des 15. Jahrhunderts in Vergessenheit.
Weiter westlich, im heutigen Namibia, stritten Nama und Herero um Land und Vorherrschaft. Diesen Umstand machten sich deutsche Besatzungstruppen zu Nutze und alliierten sich zunächst mit den Herero, nur um letztendlich beide Erzfeinde zu eigenem Vorteil zu unterdrücken. Dieser zunehmende europäische Einfluss fand zwischen 1850 und 1880 statt und führte 1884 dazu, dass Deutschland „Deutsch Südwestafrika“ als Kolonie ausrief. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Namibia zunächst unter britisches und danach südafrikanisches Protektorat gestellt.
Südlich des Limpopo-Flusses dominierten die Königreiche der Sotho und Tswana ihre Nachbarn, bis zwischen 1815 und 1840 eine massive Völkerwanderung ausgelöst wurde durch König Shaka, den brillianten Strategen und Politiker des Zulu-Volkes. Im Zuge dessen Eroberungen wurden alle anderen Stämme zur Südküste Afrikas gedrückt und bis in das heutige Lesotho. Der Zulukönig selbst wurde durch seinen Halbbruder Dingaan ermordet, der in jeder Hinsicht deutlich schwächer als Shaka war und von den Briten 1880 endgültig und vernichtend geschlagen wurde.
Die südlichsten Teile des Kontinents schliesslich waren ursprünglich von den Stämmen der Khoi und San bewohnt, auch als Buschmänner bekannt. Diese fielen unter die Machtsphäre der Holländer am Kap und wurden entweder aufgesogen oder vertrieben von deren Nachfahren, den Afrikaanern, auf deren „Treks“ ins afrikanische Hinterland. Die letzten Splittergruppen der Buschmänner leben noch heute in den unwirtlichen Weiten der Kalahari Botswanas und Namibias.
Als Einheit sind die Staaten Südafrikas weltweit der grösste Produzent von Platin, Uran, Titan und Gold sowie Diamanten. Südafrika ist hierbei das Zugpferd und Machtgefüge der Region und dessen alleiniges Bruttosozialprodukt ist höher als das aller Nachbarländer zusammengenommen!
Die Region umspannt alle Biotope des sub-saharianischen Afrikas, von Wüsten bis zum tropischen Küsten-Regenwald. Die Überbevölkerung beschränkt sich auf bestimmte Zonen, womit weitläufige Landstriche noch ursprünglich und intakt sind und somit Heimat für eine unglaubliche Vielzahl von Tieren und Pflanzen in einmaligen Landschaften.







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